ANTHROPOLOGIE

DER MENSCH ALS PERSON*

Die Videos I-V bilden eine erste Reihe, deren Hauptziele folgende sind:

  • Die Frage nach dem persönlichen Sinn ansatzweise anzusprechen
  • Die Person als „ur-Sprung“ der wirklichen, inneren Dimension des Menschen (das Herz) einzuführen
  • Den Unterschied zwischen Aussehen und Echtheit zu verdeutlichen
  • Ohne Gott, verliert sich der Mensch komplett, da er seine persönliche Existenz total verpasst
  • Und mit ihr auch den eigenen Sinn der Existenz, des Lebens, des Tuns…
DIE PERSON I

Über den Sinn (des Lebens). Struktur des Menschen.
Das Sein des Menschen: die Person.

DIE PERSON II

Wissen, Liebe, Sein. Das ICH als SELBST.
Als Person sprechen: die Sprachen der Liebe.

DIE PERSON III

Die Wissensschaftliche Methode. Emotionale Kompetenzen.
Anschauung vs. Wirklichkeit: der Weh zur Wirklichkeit.

DIE PERSON IV

Christentum und Wirklichkeit.

DIE PERSON V

Die Person als Herz - die Koexistenz.

*ZU DER REIHE

Jahrhundertelang wurde der Mensch als ein Wesen betrachtet, das aus Körper und Seele zusammengesetzt ist.

Zu Beginn des XXI. Jahrhunderts, zeichnet sich der Anfang einer neuen Ära in der Geschichte ab, die aus einer digitalen Revolution betsteht, ergänzt durch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, und den Entdeckungen der Neurowissenschaften.

Das klassische Modell wird immer öfters in Frage gestellt. Entweder wird der Mensch als ein biologischer Roboter verstanden (wenn man den Schwerpunkt auf die künstliche Intelligenz setzt), bzw. als ein Produkt der Evolution (ein vernunftbegabtes Tier, wenn man den Schwerpunkt auf die Neurowissenschaften setzt) – der neuerdings daran ist, den Platz zu den Posthumanen abzutreten, da diese der nächsten Stufe der Evolution entsprechen würden.

Um solche Richtungen mitzuberücksichtigen, hat die heutige experimentelle Psychologie den Menschen als ein SELBST definiert, der von sich selbst aus alleinentscheidend ist. Aus dieser Perspektive gesehen, muss der Mensch der Strategie der Selbst-Akzeptanz und der Selbst-Verwirklichung folgen.

Das tönt schön und wissenschaftlich, ist es aber nicht, denn der Mensch kann nicht den Sinn von sich selbst selber geben. Wenn er es versucht, dann findet er Lösungen, die mit einem Verfallsdatum versehen sind, welches früher oder später zu einer schweren Sinn-Krise führt.

Das Modell des Menschen als ein SELBST zu betrachten übersieht die Tatsache, dass er nicht nur Körper und Seele ist, sondern vor allem Person: Person stellt die intimsten Dimension des Menschen dar (einige Leute nennen diese Dimension Herz): weil der Mensch Person ist, kann er nicht zweckmässig als Tier, Roboter oder Selbst beschrieben werden.

Weil der Mensch Person ist, kann er nicht Ursprung von sich selbst werden. Auch wenn er, vielleicht, das nicht zugeben möchte, entspringt er aus einem Gedanken Gottes. Die Würde des Menschen ist in Gott verankert. Ohne Gott, ist der Mensch bloss eine „Human Ressource“ in den Händen der Mächtigsten.

Die Person ist der Ort, wo der Mensch den Sinn von sich selbst findet: woher kommt er, wohin geht er, warum er, usw.

Die transzendentale Anthropologie vom spanischen Philosoph Leonardo Polo (1926-2013) ermöglicht diese innerste Ebene des Menschen – die Person – zu erreichen. Aus diesen Erkenntnissen kann der Mensch dann besser verstehen, wer er ist und weshalb die Menschen oft unter den Sinn-Krisen leiden.

Der Referent heisst Dr. Luis Cardona Soriano.

In Barcelona (Spanien) 1959 geboren, zieht er 1976 in die Schweiz, wo ein Studium in Betriebswirtschaft (Genf) abschliesst. Weiter studiert er Wirtschaftsinformatik in Zürich und schreibt er an der Universität Fribourg (CH) eine Dissertation im Gebiet der künstlichen Intelligenz. Zwischen dem Studium in Zürich und der Dissertation in Fribourg arbeitet er für zwei Jahren in einer Zürcher Stiftung, wo er Zuständig von Projekten wird, die als Ziel hatten, die Informatik in Italien zu Jugendlichen einzuführen, welche Mühe hatten, sich in die Berufswelt zu integrieren. Zu dieser Zeit interessiert er sich in der Entwicklungszusammenarbeit und während zwei Sommer nimmt er an Tätigkeiten einer belgischen NGO in Peru und Kolumbien teil. Anschliessend beschäftigt er sich mit der Erziehung von Jugendlichen vor allem in der Schweiz (Zürich, Fribourg, Genf, Lausanne und Lugano). 2011 gründet er die Everest-Lugano Academy  (www.everestlugano.ch), mit dem Ziel, ein Gymnasium aufzubauen, der an den digitalen Herausforderungen des XXI Jahrhunderts gewachsen ist. Zu dieser Zeit hilft er auch an pädagogische Initiativen in den USA, China, Kenya, und Westeuropa. Seit wenigen Monaten arbeitet er als Universitätsprofessor (Fach: integrierte Methoden des menschlichen Wissens) an der Online Universität ULIA – Universidad Libre de las Américas – (ulia.org) und als assoziierter Forscher in der Forschungsgruppe (Universität von Navarra, Spanien) über die transzendentale Anthropologie des spanischen Philosophen Leonardo Polo.